Fraunhofer Gypsy Jazz Tage 2015

Vom 14. bis zum 17. Mai fanden die ersten Fraunhofer Gipsy Jazz Tage in München statt. Die Idee zur Veranstaltung hatten Claudia Pichler und Stephanie Obermeier vom Fraunhofertheater gemeinsam mit Daniel Fischer von der Münchner Gypsy Jazz Band Max Meinhardt: Lokalen Künstlern des Genres wurde ein Rahmen geboten, diese immer populärer werdende Musik zu präsentieren. Gleichzeitig konnten Stars der Szene (Diknu Schneeberger, Sandro Roy) begeistert werden, mit lokalen Künstlern gemeinsam ein Programm auf die Beine zu stellen. Durch die Nutzung des langen Wochenendes um Christi Himmelfahrt konnte zusätzlich auch tagsüber ein Programm aus Gitarren-Workshops und Jam Sessions angeboten werden. Als gelungene Ergänzung zur rein musikalischen Ausrichtung des Festivals erwiesen sich zwei Tanzveranstaltungen (ein Anfängerkurs für Swing Tänze, sowie ein Tanzfrühschoppen, auf dem auch eine bayrische Kapelle auftrat). Die Vernetzung unterschiedlicher musikalischer Milieus – z.B. jungen Musikern der Hochschule für Musik und Theater, überregional bekannten Künstlern und lokalen Akteuren aus der Jazz und Volksmusik-Szene – ist immer ein Hauptaugenmerk des Fraunhofertheaters, genauso wie die Einbindung von Tanzprogramm. Danke für die Fotos an Ralf Krieger.

Donnerstag 14.5.: Swing Lyons, Franz Ensemble, Sebastien Bennet
Den Auftakt machten die Swing Lyons gemeinsam mit der Tanzschule Swing and the City. In der „Kulisse“ des Fraunhofer kamen etwas 30 Besucher zum Tanzkurs „Lindy Hop und Balboa“. Den Konzertreigen eröffnete am Abend das Franz Ensemble (siehe Bild) mit Genre-Klassikern von Django Reinhardt und Bireli Lagrene. Gitarrist Chekel Franz gilt als herausragendes Talent und sorgte an der Archtop-Gitarre für ein sehr jazziges Flair im gut gefüllten Theatersaal. Ab 22.00 Uhr spielte Gitarrist Sebastien Bennet aus Paris im Trio mit Benjamin Wesch (g) und Julia Hornung (b) einen rasanten Mix aus Gypsy Standards.

Freitag 15.5.: Sandro Roy Trio, Gypsy Keys
Ab 17.00 Uhr herrschte bereits reger Betrieb im Barbereich mit Jam Sessions der anwesenden Musiker, darunter der bayrische Gitarrenbauer Daniel Bierdimpfl. Am Abend spielte der Augsburger Geigenvirtuose Sandro Roy im Trio Stücke aus seinem Album „Where I come from“. Teils balladesk, teils in Hochgeschwindigkeit (wie beim Abschluss-Stück Cherokee) begeisterte der junge Violinist durch seine ungemeine Bühnenpräsenz an der Seite von Rene Haderer (b) und Danino Weiss (p). Die Gipsy Keys um David und Danino Weiss präsentierten soulige Tunes aus ihrem Repertoire, darunter auch Eigenkompositionen. Die Münchner Rhythmusgruppe (Alex Haas, Guido May) hatte sichtlich Spaß bei diesem Auftritt und bot atemberaubende Solo-Dialoge an ihren Instrumenten. Zum großen Finale kam auch Sandro Roy spontan nochmals auf die Bühne und gemeinsam zelebrierten die fünf Musiker noch einige Jazz Klassiker, sehr zur Freude des Publikums.

Samstag, 16.5.: Diknu Schneeberger, Max Meinhardt, Monaco Swing Ensemble 
Höhepunkt des Wochenendes war das Gastspiel des Wiener Stargitarristen Diknu Schneeberger. Gemeinsam mit dem Münchner Quartett Max Meinhardt und dem Sextett Monaco Swing Ensemble bot er im bis an den Rand gefüllten Theatersaal ein spektakuläres Programm aus der gesamten Bandbreite des Genres: Treibende Bossa und Boleros, Walzer und natürlich viel Swing, famos arrangiert und unterhaltsam präsentiert. „Ein wunderbarer Abend mit grandiosen Musikern“, so der Wiener nach dem Konzert, der eine weitere Zusammenarbeit mit den Münchnern anstrebt. Auch Bernhard Gierstl, Initiator vom großen Django Memorial in Augsburg, zeigte sich angetan und sprach von einem „gelungenen“ Festival.

Sonntag, 17.5.: Bouncing in Bavaria, Kapelle Z'wiad & Monaco Swing Ensemble
Den Abschluss bildete ein Tanzfrühschoppen, die Kapelle Zwiad spielte gemeinsam mit Monaco Swing Ensemble zünftig zum Tanz auf. Erst im Wechsel, mal Zwiefacher, mal Swing, mal bayrische Polka und später alle gemeinsam. Fraunhofer-Chef Bachmair zeigte sich so angetan von der Mischung, dass er beide Bands spontan für sein Herzkasperlzelt auf der Historischen Wiesn buchte.

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